Renes Geschichte

Im September 2008 wandte sich Karin Kalteis erstmalig an uns und schilderte die schwierige Lebenssituation, in der sich ihre Familie gerade befand. Ihr Sohn Rene litt seit seiner Geburt an Autismus und dem Sotos-Syndrom, welches von zu schnellem Wachstum, verfrühter Knochenalterung und sehr häufigen Infektionskrankheiten begleitet wird. Zusätzlich machten immer häufiger werdende Schwächeanfälle den Gebrauch eines Rollstuhls leider unumgänglich. Vor allem durch die aufwendige Betreuung, Pflege und Therapie von Rene, waren Frau Kalteis und ihr Mann nicht nur psychisch und physisch, sondern auch finanziell überfordert.

 

Im darauffolgenden Jahr verließ der Ehemann und Vater die Familie. Besonders die dadurch entstandene finanzielle Mehrbelastung, der Rechtsstreit um Unterhaltszahlungen sowie die Lücke, die der Vater hinterlassen hatte, waren für Rene und seine Mutter schwer zu ertragen.

 

Im Februar 2010 erreichte uns dann die Nachricht vom Tod von Karin Kalteis, die ihren behinderten Sohn alleine zurückließ. Der Großvater Herbert Reidinger nahm sich mit beeindruckender Selbstverständlichkeit seinem Enkel an und bekam kurze Zeit später auch das Sorgerecht zugesprochen. Allerdings war Herr Reidinger zu diesem Zeitpunkt Dialysepatient und musste deshalb selbst drei Mal wöchentlich ins Krankenhaus.

Hilferuf

Uns war sofort klar, dass hier Hilfe dringend gebraucht wird. Zumindest die finanziellen Sorgen konnten wir unmittelbar mindern. Bereits im Jahr 2008 begannen wir mit einer monatlichen Unterstützung der Familie, die bis zum heutigen Zeitpunkt und hoffentlich auch in Zukunft aufrecht erhalten werden kann. Und jedes einzelne Mitglied unseres Vereines hat dazu beigetragen.

Heute

Die Angststörungen, die bei Rene durch den plötzlichen Tod seiner Mutter ausgelöst werden, können mit Hilfe unserer Unterstützung in einer Therapie behandelt werden. Darüber hinaus hat Rene  einen Platz in der Tagesheimstätte der Lebenshilfe Ried und genießt dort vor allem den Umgang mit anderen Menschen. Besonders froh sind wir allerdings über die Tatsache, dass er sich bei seinem Großvater sehr wohl fühlt und dort sehr liebevoll umsorgt wird.